Unser H-Wurf

Am Sonntag den 12.07.2020 machten sich Penny's Weplen, etwas früher als gedacht, auf den Weg. Sie hat die Geburt gut überstanden und brachte 6 lebende Weplen zur Welt (ein gelber Rüde, ein gelbes Mädchen, zwei schwarze Hündinnen und zwei schwarze Rüden). Ein schwarzer Rüde kam leider bereits tot zur Welt.

Dieses Mal hat uns unser H-Wurf die Schattenseiten des Züchtens gezeigt.
Nachdem unsere Penny am 12.07. sechs scheinbar gesunde Welpen zur Welt gebracht hat, mussten wir bereits an Tag 3 den kleinen Hunter gehen lassen. Ein Besuch beim Tierarzt und viel Liebe konnten ihm leider nicht helfen, sodass wir ihn unter Tränen über die Regenbogenbrücke begleitet haben.

Leider sollte es dabei nicht bleiben.
Nach ungefähr zwei Wochen mussten wir uns Sorgen um Happy machen. Auch wenn sie von Anfang an die Zierlichste des Wurfs war, hat sie stetig zugenommen und war fit. Nachdem Sie innerhalb eines Tages Durchfall bekam, sind wir zum tierärztlichen Notdienst gefahren. Ohne zu zögern haben wir Mama Penny und ihre Welpen ins Auto gepackt und sind zu dritt nachts in die Praxis gefahren. Dort bekam Happy Medikamente, die ihr helfen sollten. Ihr schien es besser zu gehen, sie trank selbstständig und wir unterstützen sie indem wir zufütterten. Zwei Tage und weitere Tierarztbesuche später, hatte Happy leider keine Kraft mehr und wir mussten sie erlösen. Auch auf diesem letzten Weg haben wir sie nicht allein gelassen. Sie wurde gekuschelt und wir haben uns gegenseitig getröstet.

Endlich sollte alles gut werden. Wir waren emotional sehr mitgenommen, aber erfreuten uns an den vier Welpen, die zu Hause auf uns warteten.
Trauriger Weise ist die Welt manchmal sehr ungerecht. Nachdem weitere zwei Wochen vergangen waren, hatten wir ein neues Sorgenkind namens Honey. Erneut zahlreiche Besuche beim Tierarzt konnten ihr nicht helfen, obwohl sie doch gestern noch über die Terrasse geflitzt ist und die Welt entdecken wollte. Als es ihr nach einer kurzen Phase der Besserung Sonntagmorgen plötzlich sehr schlecht ging, sind wir sofort in die nächstgelegene Tieruniklinik gefahren. Dort wurde sie stationär aufgenommen, wir wollten ihr doch unbedingt helfen. Vor Erschöpfung der letzten Wochen waren wir alle psychisch am Ende und es wurde viel geweint. Leider nützte auch unser ganzes Daumendrücken und Hoffen nichts und auch Honey durfte die Welt leider nicht weiter kennenlernen. Eine Untersuchung ergab, dass die Maus an einem sehr seltenen Virus litt, welches wenig erforscht ist. Bei einem solchen Befall sind einem die Hände gebunden. Wir konnten nur unterstützen und das haben wir gemacht. Es tut auch jetzt  noch unheimlich weh; auch weil einem selbst die Hände gebunden waren. Wir haben alles gemacht, was wir tun konnten, um den drei Mäusen zu helfen. Leider war es nicht genug.

Am Ende konnten die drei Welpen Happy, Herr Schmidt und Hugo gesund bei uns aufwachsen und haben jeweils ein tolles, liebevolles Zuhause gefunden.

Wir sind bei diesem Wurf an unsere Grenzen gekommen und sind froh über den familiären Halt, den wir uns gegenseitig geben konnten. So eine schlimme Zeit möchten wir nie wieder erleben.